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Simone Susskind: Frauen in Transitionsgesellschaften: Geteilte Erfahrungen in Iran, Türkei, Markokko und Belgien

In Rosas Salon am 10. Juni, der zweiten Veranstaltung in der neuen Reihe des rls Büros, setzte das Brüsseler Büro mit der prominenten belgischen Feministin und Friedensaktivistin Simone Susskind erstmals einen Schwerpunkt auf internationale frauenpolitische Themen.

Susskind stellte das Projekt „Women and Societies in Transition“ vor. Ziel des 2005 entstandenen Projekts ist es, Frauen aus dem Iran, der Türkei, Marokko und Belgien zu einem Dialog über ihre gesellschaftliche Situation und ihren persönlichen rechtlichen Status zusammenbringen; auf diesem Weg sollen frauenpolitische Veränderungen in den einzelnen Ländern an-gestoßen werden. Im Kern des Gesprächs standen die persönlichen Erfahrungen von Simone Susskind aus ihren vielen Reisen in die Mittelmeerregion und in den Nahen und Mittleren Osten. So beschrieb Susskind die Heterogenität muslimischer Frauen und benannte einzelne Erfolge der Frauenbewegung wie beispielsweise das modernisierte Eherecht in Marokko.

Hochaktuell waren das politische Engagement der Frauen im Iran und die vielen falschen Bilder, die es nach wie vor im Westen vom Leben und den Ansichten iranischer Frauen gibt. Auf Nachfrage hin betonte Susskind, welche Vielzahl gemeinsamer Erfahrungen und Wünsche die Projekt-Gruppe in den letzten vier Jahren zusammen gebracht habe und ermutigte dazu, auch im eigenen Land gezielt den Kontakt mit muslimischen Frauen zu suchen. Begleitet wurde der Abend von einem Klezmer-Duo, das den Salon-Charakter der bewusst als Beitrag zur alternativen Kultur geplanten Veranstaltung betonte.

Organisation:
RLS Brüssel
Ort: RLS Brüssel, Ave. Michel-Ange 11, 1000 Brüssel
Musik: Klezmer band Krupnik
Language: English
Contact: Anna Striethorst