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Die Linke in der Regierung: Lateinamerika und Europa im Vergleich

Datum: 1.-4. Mai 2009
Ort: International Auditorium, Brüssel
Organisation: Rosa Luxemburg Stiftung Brüssel
Sprachen: Englisch und Spanisch, mit Simultanübersetzung
Kontakt: Marlis Gensler

Die Konferenz:

Seit den späten 1990er Jahren ist in Lateinamerika eine ganze Reihe von linken Kräften an die Regierung gekommen und auch in Europa gab und gibt es verschiedene Regierungsbeteiligungen der Linken. Mit der globalen Krise des Neoliberalismus und der tiefen Finanz- und Wirtschaftskrise ist eine neue Situation entstanden. Sie stellt eine ungeheure Herausforderung an die Linke dar, zu einem dauerhaften Richtungswechsel der Politik und der gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen. Dies aber ist nur möglich, wenn die Linke in der Lage ist, ein breites gesellschaftliches, politisches und kulturelles Bündnis für eine solidarische Gesellschaft aufzubauen.

Die Konferenz „Die Linke in der Regierung – Lateinamerika und Europa im Vergleich“ soll die Frage diskutieren, wie es gelingt bzw. gelingen kann, die Ausübung von Regierungsmacht durch linke Kräfte oder die Beteiligung linker Kräfte an Regierungen zu nutzen, um die Kräfte für einen grundsätzlichen Richtungswechsel der Politik zu stärken. Es stehen also nicht diese oder jene Politikfelder und diese oder jene erreichten Verbesserungen an sich im Zentrum, sondern die Rolle von Regierungsbeteiligungen als Mittel der Entwicklung transformatorischer gesellschaftlicher, politischer, kultureller Kräfte.
 
Die Konferenz soll auf Länderanalysen basieren, die vor allem die folgenden Fragen in den Vordergrund stellen:

Ausgangsbedingungen:
Welche spezifischen Ausgangsbedingungen sind bei der Analyse von Regierungsbeteiligung in den jeweiligen Ländern zu berücksichtigen und wie werden diese Bedingungen durch die gegenwärtige Krise verändert?

Gesellschaftliche Akteure:
Auf welche gesellschaftliche, politische und kulturelle Formationen kann sich die Regierungsbeteiligung im jeweiligen Land stützen und inwiefern ist sie in der Lage, diese Formationen, ihr strategisches Zusammenwirken und ihre Fähigkeit zur Gegenhegemonie zu stärken? Wie hat sich während der Regierungsbeteiligung das Zusammenwirken dieser Kräfte verändert? Welche Veränderungen transnationaler Kooperation (z.B. Mercosur, Unasur, Banco del Sur, ALBA etc.) linker Akteure gibt es und welche Probleme dabei? Wie entwickeln sich transnationale Netzwerke wie Via Campesina, Jubileu, Alianza Social Continental unter den aktuellen Bedingungen? Welche Veränderungen sind bei den rechten Kräften eingetreten?

Projekte:
Welche Regierungsprojekte sind für die Stärkung der Linken und der Bildung eines gegen-hegemonialen Blocks entscheidend (Verfassungsgebung, Landreform, Demokratisierung, soziale Reformprojekte, wirtschaftspolitische Ansätze, regionale Integration und globale Kooperation)? Wie sind diese Projekte entstanden und wie wird die Wirkung dieser Projekte eingeschätzt?

Ausblick:

Welche Herausforderungen sind insbesondere mit der Finanz- und Kapitalismuskrise entstanden und welche Veränderungen der Strategien der Linken innerhalb und außerhalb der Regierung sind notwendig, um in dieser Situation gegenhegemonial für einen weitergehenden Wandel zu wirken.
 
Dokumentation:


>> Programm in Englisch pdf
>> Programm in Spanisch pdf
>> Buchveröffentlichung: Die Linke in der Regierung. Lateinamerika und Europa im Vergleich (Englisch, Spanisch)
>> Presse: Linke in der Regierung. Bericht von Kay Wagner
>> Fotos der Veranstaltung
 
Siehe auch:

>> Zweite Konferenz Die Linke in der Regierung: Lateinamerika und Europa

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