Eventdetail

Start des transform! Programms zur Produktiven Transformation

 Es ist kein Geheimnis: die Wirtschaft der Eurozone stagniert - laut Eurostat wuchs die EU-19 Eurozone um 0,3 Prozent im dritten Quartal 2015, während die durchschnittliche Arbeitslosenrate über der 10 Prozentlinie bleibt und frappierende Ungleichheiten zwischen den Mitgliedsstaaten herrschen. Die bisher einzige europäische Antwort darauf war der sogenannte Juncker-Plan. Kurz, die Europäische Kommission hat die Möglichkeit verpasst, die ökologische Krise anzupacken während die soziale Desintegration die Gesellschaften von innen vergiften. Wieder wird Hilfe allein auf Grundlage von Wettbewerbsfähigkeit gewährt, Kriterien der Nachhaltigkeit oder des gesellschaftlichen Nutzens werden ignoriert.

Indem das Projekt Produktive Transformation bei der letzten Mitgliederversammlung hervorgehoben und zu einem von zwei Kernprojekten gemacht wurde, setzt sich transform! verbindlich dafür ein, globale Lösungen für ein besseres, gerechteres Europa zu finden. Das Konzept der Produktiven Transformation umfasst nicht allein den Wiederaufbau Europa's Produktionskapazitäten, sondern auch die Schaffung eines neuen Entwicklungsmodels, das soziale Bedürfnisse und ökologische Notwendigkeiten einschließt - und gleichzeitig Wirtschaftsdemokratie herstellt, mit der Einbindung aller relevanten Akteur*innen in allen Produktionsstufen. Wir glauben, dass Europa ohne eine starke, tief in ihren Mitteln und Zielen veränderte Industrie nicht in der Lage sein wird der aktuellen Krise zu entkommen und die wirtschaftliche, soziale, ökologische und letztlich die dringend gebrauchte politische Wende anzustoßen.

Während des Jahres wird transform! mehrere thematische Workshops in verschiedenen EU-Ländern organisieren, um die vielfältigen Facetten eines progressiven Plans für Europa's produktive Transformation zu diskutieren. Unser Ziel ist es hierfür Ökonom*innen, Gewerkschafter*innen und linke Politiker*innen zusammen zu bringen. Mehr Informationen zum ersten Workshop sind auf der Webseite von Transform! zugänglich.

Dieser erste Workshop findet in Athen, am Donnerstag den 17. März in Kooperation mit dem Nicos Poulantzas Institut und dem Brüsseler Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Arbeitssprache und Programm sind auf Englisch:

Beyond Competitiveness:
New Forms of Cooperation at the Regional and Cross-Borders Levels – For a Left European Industrial Policy


Research Question:
How can we take advantage of the potentials and complementarities of national and regional productive structures – avoiding, in particular, the imbalances related to the terms of trade and the effects of polarisation – through a Left industrial policy?

Registration and information: Maxime Benatouil

Programme

“Optimizing Cross-Border Cooperation and Industrial Relations within the EU” - Florian Horn, Brussels office, Rosa-Luxemburg-Stiftung

“Trade Flows and Fragmentations, in relation to Production Chains” - Nadia Garbellini, Punto Rosso Foundation

“Investment Programmes and European Industrial Policy: where is Germany at?” - Jürgen Klute (Former MEP – GUE/NGL)

“The New Greek Development Law – Potentialities and Difficulties within the Framework of the Third Memorandum” - Representative of a relevant Greek ministry