Eventdetail

Rights 4 All Now!

Soziale und Arbeitnehmerrechte in Zeiten von Austerität und Deregulierung. Verstärkung und Vernetzung der Kämpfe in Europa

Wenn wir unser eigenes Europa bauen wollen, müssen wir die Regeln der EU außer Kraft setzen.
Das Versagen der EU-Wirtschaftspolitik, die autoritäre Politik und die Delegitimation ihrer
Bürokratie sind der Nährboden für nationalistische und fremdenfeindliche Stimmungsmache, die
Demokratie und Frieden bedroht.

Was uns von den europäischen Eliten als Zukunftsmodell vorgeschlagen und von der Mehrheit der
Mitgliedsstaaten mitgetragen wird, wird diese Widersprüche noch verstärken: Der Fünf-
Präsidenten-Bericht, das REFIT-Programm und die geplanten Freihandelsabkommen TTIP, CETA
und TiSA werden – unter dem Druck der Schuldentilgung und der Wettbewerbspolitik – die
Errungenschaften der Arbeitskämpfe und Widerstandsbewegungen eines ganzen Jahrhunderts
bedrohen.

Dennoch haben wir auf Europa gesetzt. Europa mit seiner Geschichte derselben Kämpfe und als Ort
unserer gemeinsamen Kämpfe. Europa als Ort der grenzüberschreitenden Solidarität im Kampf
gegen die ungeheure Kapitalmacht als Antwort auf die globalen Herausforderungen der Menschheit.
Dieses Europa kann nur durch die Vernetzung lokaler Kämpfe und auf der Basis einer umfassenden
Analyse der EU geschaffen werden, die zum größten Gegner unseres europäischen
gesellschaftlichen Erbes geworden ist.

Zwei Tage lang werden wir in Plenen und Workshops über die politischen und sozialen
Auswirkungen der Digitalisierung und der Internationalisierung von Produktionsprozessen, die
Zersplitterung der „neuen europäischen Arbeiterklasse“, die Dringlichkeit eines ökologischen
Umbaus sowie die Notwendigkeit der Verteidigung und Förderung der Gemeingüter und der
öffentlichen Dienste diskutieren. Wir werden auch darüber sprechen, wie wir uns der europäischen
Politik und den europäischen Institutionen auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene
entgegenstellen können. Es gibt die Gelegenheit des Austauschs von Informationen über unsere
Kämpfe und Vorgehensweisen überall in Europa. Ziel ist es, gemeinsame Leitlinien für Analyse und
Aktion zu definieren.

Eine Initiative des Alter Summit
Alter Summit ist ein Netzwerk von Gewerkschaften, Sozialbewegungen, NGOs und Netzwerken,
die ihre Kräfte vereinen wollen, um auf europäischer Ebene die neoliberale und Austeritätspolitik zu
bekämpfen, um eine echte Demokratie und Alternativen aufzubauen.

Anmeldung erfolgt online!

Materialien zum Download:
Flyer Rights4AllNow! (Englisch)
Einladung und Programm

Wann: 25. November, 10 Uhr - 26. November, 16:30 Uhr
Wo: AVC/CSC, Rue Plétinckxstraat 19, 1000 Brüssel (Karte)

Workshop: Verteidigung und Förderung der Gemeingüter und der öffentlichen Dienste

Die Finanzialisierung des Kapitalismus öffnet der Kommerzialisierung und Privatisierung von Gemeingütern und Einrichtungen der öffentlichen Dienste Tür und Tor. Die Freihandelsabkommen, die Steuer- und Austeritätspolitik sowie die Kontrollmechanismen in der Verwaltung ergänzen die Palette.

Gemeingüter und öffentliche Dienste sind jedoch von grundlegender Bedeutung für das gesellschaftliche Zusammenleben und ermöglichen die Befriedigung der Grundbedürfnisse aller Bürger*innen. Darüber hinaus stellen sie ein Werkzeug für die Umverteilung des Reichtums in unseren von Ungleichheit geprägten Gesellschaften dar. Sie sind ein Feld, auf dem der Ausgleich der sozialen und politischen Kräfte in der Gesellschaft stattfindet.

Die öffentlichen Dienste und die Gemeingüter zu verteidigen bedeutet also, Solidarität, Demokratie und Partizipation der Bevölkerung gegen die wirtschaftlichen und finanziellen Interessen einer Minderheit zu verteidigen. Das macht sie allein schon zum Gegenstand eines Projekts des gesellschaftlichen Wandels.

Kontakt: Federico Tomasone, federico.tomasone(at)rosalux(dot)org

Dieser Workshop beim AlterSummit ist eine Kooperation zwischen:
Global Social Justice
Campaign for the Welfare State
European Anti-Poverty Network
Transform
Rosa-Luxemburg-Stiftung, Büro Brüssel