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Reclaiming the City - Privatisierungen, Großprojekte und Soziale Kämpfe um Boden als Common

Die wohlhabenden Eliten suchen mit wachsendem Eifer nach neuen Investitionsmöglichkeiten. Mit dem Ziel, Profite zu maximieren und städtischen Raum nach ihren Interessen umzugestalten, wird mit staatlicher Unterstützung die Privatisierung von Boden vorangetrieben.

Gleichzeitig werden Stimmen lauter, die sich gegen die Kommerzialisierung öffentlichen Raums und die Enteignung von Gemeingütern aussprechen. Die Menschen kämpfen für ihr Recht auf Stadt, weltweit entstehen Konflikte zwischen den Profitinteressen Weniger und den Menschen in den Städten.
Mit diesem Projekt sollen Menschen aus Politik, Bewegung, Wissenschaft und Medien aus Athen, Madrid, Nantes, Istanbul und Berlin zusammengebracht werden, um ihre Erfahrungen auszutauschen und Strategien gegen Land Grabbing zu entwickeln. Unser Ziel ist auch, den Blick für Gemeinsamkeiten im und Ursachen für den Prozess der Privatisierung von Land und öffentlichem Raum zu öffnen. Wir wollen kollektive theoretische Werkzeuge entwickeln, gemeinsame Forderungen formulieren und uns alternative Strategien zur Stadtentwicklung ausdenken, damit wir dafür gewappnet sind, unsere Städte und Böden zurückzufordern.

Ausgangspunkt und Auslöser für dieses Vorhaben ist die geplante Privatisierung von Hellinikon in Athen. Das 620 Hektar große Grundstück Hellinikon, das den ehemaligen internationalen Flughafen und den Küstenstreifen Aghios Kosmas umfasst, steht ganz oben auf der Liste der griechischen Privatisierungsvorhaben des Hellenic Republic Asset Development Fund (HRADF). Laut Ausschreibung soll das Grundstück Hellinikon für 99 Jahre privaten Investoren überlassen werden, damit diese dort Einkaufszentren, Tourismusanlagen, Bürogebäude, Golfplätze, Kasinos, Wohnungen usw. bauen - so soll eine Insel des Luxus und Reichtums für ganz Wenige entstehen.

In deutlichem Gegensatz zu den Plänen von Regierung und HRADF steht die frühzeitig von lokalen Regierungen, Akademikern, lokalen Bewegungen und politischen Parteien eingebrachte Forderung, einen städtischen Park auf dem Gelände zu errichten. Einen Park der die Bedürfnisse der Anwohner nach Erholung sowie sportlicher und kultureller Betätigung erfüllt und zu einer Verbesserung von Umwelt und Klima im Großraum Athen beiträgt.

Am Freitag, den 4. April 2014 besuchen unsere internationalen Gäste gemeinsam mit Politikerinnen und Politikern sowie Aktivistinnen und Aktivisten das Gelände Hellinikon und tauschen ihre Erfahrungen aus.

Am Samstag, den 5. April 201Im “Mikis Theodorakis” Kultur- und Konferenzzentrum Argyroupoli (68 Kyprou Av., Argyroupoli, Athens)

Begrüßung und Einführung: Christos Kortzidis, Bürgermeister von Hellinikon-Argyroupoli
 
Referenten:
Kıvanç Eliaçık (Turkey), Direktor der Abteilung für Internationale Zusammenarbeit der Konföderation der Revolutionären Arbeitergewerkschaften der Türkei (DİSK)
Carlos Escudero (Spain), Mitglied der Initiative “Plataforma Eurovegas no”
Harald Gindra (Germany), Gemeinderat, Tempelhof-Schoneberg, DIE LINKE, Berlin
Jean-François Pélissier (France), Regionalrat Île-de-France, stellvertr. Vorsitzender der Gruppierung Front de Gauche, Parti de Gauche & Alternatifs

Moderation
Nikos Belavilas, Lehrbeauftragter an der Nationalen Technischen Universität Athen
 
Ein Projekt der Rosa Luxemburg Stiftung (Büro Brüssel, Büro Athen) in Kooperation mit der Stadt Hellinikon-Argyroupoli.
 
Die Veranstaltung ist öffentlich. Es wird eine Simultanübersetzung geben