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Privatisierung von Commons und öffentlicher Versorgung in Italien und Europa. Zwischen Finanzakkumulation und sozialem Widerstand

Soziale Konflikte haben sich seit dem Ausbruch der Systemkrise in Europa drastisch verschärft. Einer dieser Konflikte ist der Kampf um Commons und öffentliche Versorgungseinrichtungen. Regierungen ignorieren das offensichtliche Scheitern der Privatisierungsprozesse der letzten 30 Jahre, und verstecken sich hinter der sogenannten Schuldenfalle und Austeritätspolitiken. Dabei untergräbt fortschreitende Privatisierung mittlerweile die gesamte Gesellschaft und Demokratie. Gegen die Folgen von Privatisierung haben sich mittlerweile bedeutende soziale Bewegungen gebildet. Ihr gemeinsames Ziel ist die Aushöhlung des alles beherrschenden neoliberalen Modells. Auf dem Weg dorthin haben sich diese Bewegungen Praktiken und Erfahrungen angeeignet, die, so fragmentiert sie auch wirken mögen, uns auf einen gemeinsamen Weg zu einer Alternative aufzeigen können.


Während unseres zweitägigen Seminars werden ExpertInnen aus Italien und anderen Ländern Europas zu Wort kommen und mit den TeilnehmerInnen über die aktuellen Kämpfe um Commons diskutieren. Ziel ist eine Analyse der anhaltenden Enteignungen von Commons durch Schulden- und Privatisierungsprozesse. Darüber hinaus soll ein Beitrag zu den Überlegungen eines Modells für Commons geleistet werden, wobei der theoretische Begriff sowie auch konkrete Umsetzungformen in sozialen Kämpfen reflektiert werden.