Eventdetail

Energiedemokratie neu denken

Veranstaltungsort: Paris VII Diderot University, „La Halle aux Farines"
Sprachen: Französisch, Englisch, Deutsch
Kontakt: Marlis Gensler, gensler@rosalux-europa.info

Der Übergang von einem nuklear-fossilen Energiesystem zu einem auf erneuerbare Energien ausgerichteten ist ein weltweit notwendiger und dringlicher Prozess: fossile und nukleare Energieträgern sind endlich, zudem muss der Klimawandel schnellstmöglich gestoppt werden. Die Energiewende darf aber nicht nur als ein technischer Prozess verstanden werden. Ziel muss vielmehr eine regenerative, dezentrale, sozial gerechte und demokratische Energieversorgung sein. Es gibt bereits viele Erfahrungen zur Demokratisierung des Energiesektors, die von der kommunalen bis zur transnationalen Ebene reichen. Als Beispiel lassen sich hier verschiedenste Kämpfe um die Demokratisierung von öffentlichen kommunalen Energieversorgern beobachten. Hier stoßen jene, die „echte“ Demokratie erkämpfen wollen, aber schnell auf Hindernisse, denn Wirtschaft und Politik befürchten Einschnitte in ihrer Macht.
 
Im ersten Teil des Workshops werden gelungenen Beispielen von Energiedemokratie vorgestellt und im Anschluss wird gemeinsam über Eckpunkte von Energiedemokratie diskutiert.

Im zweiten Teil des Workshops wird an ausgewählten Beispielen genauer untersucht, welches die Möglichkeiten und Hindernisse sind, Energieversorgungssysteme zu verändern. ReferentInnen aus der Praxis in Europa und Lateinamerika berichten über ihre Erfahrungen.


TEIL 1: ENERGIEDEMOKRATIE: THEORIE UND PRAXIS


Input:
Kriterien und Beispiele für Energiedemokratie in Europa (siehe Broschüre unten zum Download) - Conrad Kunze, Universität Freiburg

Energiedemokratie in Lateinamerika - Alberto Acosta, Ecuador

Kommentare:
Massimo Bedoni, Retenergia, Italien
Anne Debrégeas, Solidaires, Frankreich
Laura Weis, Energiekämpfe in Bewegung, Deutschland

Moderation: Tadzio Müller, RLS Berlin

TEIL 2: BEDINGUNGEN UND EINSCHRÄNKUNGEN FÜR ENERGIEDEMOKRATIE IN DER PRAXIS: VON LOKAL ZU TRANSNATIONAL

Input:
Demokratisierung des Energiesektors an der Basis: Lateinamerikanische Experimente - Daniel Chavez, Transnational Institute (TNI), Amsterdam/Uruguay
Strategien zur Demokratisierung der Energieversorgung in Berlin - Stefan Taschner, Berliner Energietisch, Deutschland
Erfahrungen mit großen Energie-Kooperativen - Massimo Bedoni, Retenergie, Italien
Energiedemokratie und Électricité de France (EDF) - Anne Debrégeas, Solidaires, Frankreich

Kommentare:
Hans Thie, Referent für Wirtschaftspolitik, Fraktion Die Linke im Bundestag
Elena Geberizza, Re:Common, Rom

Moderation: Tadzio Müller, RLS Berlin
 
HINTERGRUNDINFORMATIONEN:

Broschüre: Energiedemokratie in Europa. Bestandsaufnahme und Ausblick. Von Conrad Kunze und Sören Becker. Brüssel, Juli 2014

In Zusammenarbeit mit
BürgerBegehren Klimaschutz/Berliner Energietisch; Attac AG „Energie, Klima, Umwelt“