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Die Auswirkungen von TTIP in Italien

Auch wenn die Verhandlungen der nationalen und internationalen Eliten hinter verschlossenen Türen stattfinden, nimmt die Beunruhigung der Öffentlichkeit über TTIP zu. TTIP wird tiefgreifende, negative Auswirkungen auf die Menschen und ihr tägliches Leben haben – in Italien wie auch in anderen europäischen Ländern. Viele gemeinschaftliche Entschlüsse, wie zum Beispiel die öffentliche Wasserversorgung, für die sich 2010 ein Großteil der Italiener_innen per Volksentscheid entschieden hat, stehen auf dem Spiel. Im Namen internationaler Verpflichtungen öffnet sich die Tür für die Liberalisierung und Deregularisierung vieler Sektoren. Vertreter aus Zivilgesellschaft, Verbänden, politischen Parteien und Privatpersonen haben sich zusammengeschlossen, um nationale und internationale Netzwerke gegen diese neuen Angriffe auf Sozialwesen und Demokratie zu bilden.

Während des zweitägigen Seminars werden wir die tiefgreifenden Auswirkungen von TTIP auf die verschiedenen Sektoren, wie z.B. Investitionssektor, Umweltsektor, öffentlichen Dienst, in Italien analysieren. Dank der Teilnahme von Aktivisten aus den USA und Europa schaffen wir eine Plattform für die Koordination der Arbeit auf nationaler und internationaler Ebene. Unser Ziel ist die Stärkung der Netzwerke zwischen Akteuren in Italien, Europa und auf der anderen Seite des Atlantiks, die sich gegen TTIP einsetzen.

Programm

Samstag, 12. April 2014

9:00 - 9:30 Begrüßung und Kaffee

9:30 - 10:30 “Warum geht es bei TTIP?”: Einführung, Status-quo der Verhandlungen auf institutioneller Ebene, Pro-TTIP Positionen/Subjekte
(John Hilary, War on want, UK)

10:30-11:00 Allgemeiner Überblick über die Situation in Italien: öffentliche und institutionelle Debatten (Monica di Sisto, Fairwatch)

11:00 – 11:15 Pause

11:15 – 13:00 Bedeutung von TTIP unter thematischen Perspektiven und Diskussion über Akteure und mögliche Aktivitäten in Italien bezogen auf unterschiedliche Sektoren:

11:15 – 11:50 TTIP und die Privatisierung öffentlicher Dienste (Marco Bersani, Attac Italia)
11:50 – 12:25 TTIP und Investitionen (Antonio Tricarico, Re:Common)
12:25 – 13:00 Ökologische Auswirkungen von TTIP (Alberto Zoratti, Fairwatch)

13:00 – 14:00 Mittagspause. Fazit des ersten Tages.

Sonntag, 13. April 2014

9:00 - 9:30 Begrüßung und Kaffee

9:30 – 11:00 Was passiert schon? Gespräch mit Aktivisten aus Europa und den USA:
• Mobilisierung und Widerstand gegen TTIP in Europa (Lyda Fernanda Forero, Transnational Institute)
• Die Situation auf der anderen Seite des Atlantiks. Zentrale Themen und Mobilisierung gegen TTIP in den USA (Debbie Barker, The Center for Food Safety, USA)

11:00 – 11:15 Pause

11:15 – 13:00 TTIP aus der Perspektive der Zivilgesellschaft, politischer Parteien und Gewerkschaften.
Kurzberichte und Debatten mit Vertretern von NGOs, Gewerkschaften, italienischer Parlamentsmitglieder und Institutionen über gemeinsame und divergierende Standpunkte. Gespräche über mögliche Synergien, Aktionstage und Koordination lokaler Kampagnen auf internationaler Ebene.

13:00 – 14:00 Mittagspause

14:00 – 15:00 Start der italienischen Kampagne, Präsentation der Plattform und nächste Schritte

15:00 Fazit

Programm als pdf hier herunterladen
(nur auf Englisch).

Weblinks:

Il Partenariato Transatlantico Per Il Commercio E Gli Inventimenti (TTIP): Una Carta Per La Deregolamentazione, Un Attacco Ai Posti Di Lavoro, La Fine Della Democrazia / von John Hilary. Hrsg. Rosa-Luxemburg-Stiftung, Büro Brüssel, 2014. (Italienisch, pdf, 1 mb)

The Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP): A charter for deregulation, an attack on jobs, an end to democracy / von John Hilary. Hrsg. Rosa-Luxemburg-Stiftung, Büro Brüssel, 2014. (Englisch, pdf, 3 mb)

In Italien wurde eine Kampagne gegen TTIP gestartet. Hier geht es zu der offiziellen Webseite für mehr Informationen.