Eventdetail

Beyond Gas - Kämpfe in Nord und Süd verknüpfen

Alternative Gaskonferenz für rund 60 Personen - Basisaktivist*innen, NGOs, Politiker*innen und Wissenschaftler*innen - aus Europa und der ganzen Welt.

Überblick (Vorschlag)

Donnerstag, 20. September:
Was bisher getan wurde, Kennenlernen, Lieferketten, Kämpfe in Nord und Süd, Zeitleiste, Arbeitsgruppen

Freitag, 21. September:
Gegenerzählungen, Aktivitäten planen und Kämpfe verbinden, nächste Schritte vereinbaren

Samstag, 22. September:
Ein ganzer Tag für Basisaktivist*innen aus Nord und Süd (offen für alle Teilnehmer*innen der Konferenz) - Austausch und Training zu Herausforderungen von Basisgruppen und Strategien wie wir uns besser unterstützen können.

Das Netzwerk

Ziel des Gas-Netzwerks ist es, eine starke Koalition zur Bekämpfung des Globalen Gas Lock-in zu werden. Die Gemeinsamkeit des Netzwerks ist die geteilte Perspektive von Klimagerechtigkeit: es geht um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, den Klimawandel, die Auswirkungen der extraktiven Industrien auf Gesundheit, Umwelt und Lebensgrundlagen auf lokaler Ebene in Nord und Süd. Das Netzwerk vereint Basisgruppen, NGOs, PolitikerInnen und WissenschaftlerInnen. Es gibt viele Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten.

Jüngste gemeinsame Aktivitäten des Netzwerks waren u.a. die Kampagnen gegen die (europäischen) "Projekte von gemeinsamem Interesse", die Unterstützung der Kämpfe in Süditalien gegen die TAP-Pipeline und die Speakers-Tour "United Beyond Gas". Im Oktober 2018 wird der dezentrale globale Aktionstag Gasdown-Frackdown stattfinden.

Die Konferenz

Hauptziel der diesjährigen Gaskonferenz ist es, Kämpfe zu verbinden, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und uns gegenseitig zu informieren, voneinander zu lernen und herauszufinden, wie wir uns besser unterstützen können und vor allem Strategien zu diskutieren und gemeinsame Aktivitäten zu planen und zu koordinieren.

In der letztjährigen Konferenz haben wir an Erdgas-Lieferketten nach Europa gearbeitet (Russland, Nordafrika und USA), an einer alternativen Erzählung von Erdgas (kein Übergangs-Treibstoff, nicht sauber), von Widerständen im Norden und Süden gelernt, Aktivitäten für das kommende Jahr geplant und sechs Arbeitsgruppen gebildet.

In diesem Jahr wollen wir die Arbeit an Erdgas-Lieferketten fortsetzen. Sie verbinden europäische Länder mit Ländern des Globalen Südens und Entscheidungen auf einer Seite wirken sich stark auf die andere Seite aus. Diese Verbindungen als gemeinsame Basis zu nutzen, wird unsere globale Gasbewegung stärker und widerstandsfähiger machen.

Wir werden viele Geschichten von Kämpfen im Norden und Süden hören. Wir werden lernen, welche Auswirkungen die Gasförderung und neue Infrastrukturen haben und welches die Herausforderungen und Strategien der lokalen Gruppen sind.

Um die Arbeit an einer Gegenerzählung fortzusetzen, schlagen wir einen Slot zu "erneuerbarem Erdgas" sowie zu fossilem Gas vor. Das wird uns darin stärken, den "Erdgas ist sauber" und "Erdgas ist ein Übergangs-Treibstoff"-Diskurs der Lobby der Gasindustrie herauszufordern.

Öffentliche und private Banken unterstützen das weltweite Wachstum des Erdgassektors durch die Finanzierung von Gasförderung und Infrastruktur. Wir werden diskutieren, wie wir dies in Frage stellen können und uns gegenseitig über laufende Defund-Kampagnen informieren.

Wir werden dafür sorgen, dass Ihr die richtigen Leute für Eure zukünftige Arbeit trefft. Viel Zeit soll gegeben sein, sich zu treffen, sich kennenzulernen und Kämpfe zu verbinden.

Wir werden mehrere Strategiesitzungen und viel Raum für die Planung der Aktivitäten des kommenden Jahres haben. Aus den bestehenden Arbeitsgruppen wird berichtet und neue Ideen aufgenommen. Die letzten Vorbereitungen für den globalen Gas-Frack-Down-Action-Day können koordiniert werden.

Der letzte Tag der Konferenz ist gänzlich einem Training für Basisgruppen gewidmet (alle Konferenzteilnehmer können mitmachen!). Es geht darum, sich besser kennen zu lernen, sich gegenseitig besser zu unterstützen und über die Herausforderungen zu sprechen, denen lokale Gruppen und lokale Kämpfe gegenüber stehen.

Sprachen:
Englisch und andere

Veranstaltungsort:
Rosa-Luxemburg-Stiftung Brüssel, Rue Saint-Ghislain 62, BE-1000 Brüssel

Organisation:
CEO, Counter Balance, FOEE, FWE, Gastivists Collective, Rosa-Luxemburg-Stiftung Brüssel, u.a.

Kontakt:
Marlis Gensler, marlis.gensler(at)rosalux(dot)org

Mehr Infos zu fossilem Gas?

Schau Dir das Video an Gastivists - Stopping a fossil fuel lock-in
Wirf einen Blick in das Booklet Globaler Gas Lock-in - Brücke ins Nirgendwo