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Arbeitnehmerrechte als Sonderfälle der Nachhaltigkeitskapitel – für eine bessere Durchsetzbarkeit

Dieses Jahr wird das öffentliche Forum der WTO Raum für Analysen und Diskussionen breiterer Themen bieten, die mit Handelspolitik eng verknüpft sind. hinter den bloßen Handelsthemen bieten. Handelspolitik wirkt sich mehr und mehr auf das tägliche Leben der Bürger*innen/Wähler*innen aus und ist damit Teil der politischen, demokratischen Diskurse. Aktuelle politische Entwicklungen, inklusive der britischen Entscheidung die EU zu verlassen sowie die Wahl des US-Präsidenten Donald Trump, sind für die weitreichende Ernüchterung bezeichnend, die selbst in diesen reicheren Ländern während der letzten Jahre durch bi- und multilaterale Handels- und Investitionsabkommen gewachsen ist. In diesem Workshop diskutieren wir, wie sich diese Abkommen auf Wohl und Sicherheit der Arbeitnehmer*innen ausgewirkt haben und inwieweit sie zur guter Arbeit beitragen, beziehungsweise nicht beitragen.

Expert*innen werden praktische Lösungen für die Förderung guter Arbeit in Handelsabkommen diskutieren. Dabei geht es auch darum, wie Klauseln zu Arbeitsbedingungen die Arbeitnehmerrechte bisher stärken und negativen Effekten der Liberalisierung entgegenwirken konnten, wie die Wirksamkeit dieser verbessert werden kann, in wie weit andere Elemente der Handelsabkommen für gute Arbeit relevant sind und wie andere Politikfelder dazu beitragen können, dass die Gewinne der internationalen Wirtschaftsintegration breit und gerecht verteilt werden.

Referent*innen

  • Martin Myant (Wissenschaftler und Leiter der Unit European Economic, Employment and Social Policy, European Trade Union Institute)
  • Deborah James (Direktor Internationale Programme, Centre for Economic and Policy Research (CEPR))
  • Helmut Scholz (MEP, DIE LINKE., GUE/NGL)
  • Alicia Puyana Mutis (Professorin für Wirtschaftswissenschaften, FLASCO Mexico)
  • Adrian Smith (Professor für Humangeografie, Queen Mary University London)

Moderator: Roland Kulke (Projektmanager, Rosa-Luxemburg-Stiftung Brüssel)