Aufgaben und Arbeit

Die Rosa Luxemburg Stiftung hat sich nach der polnisch-deutschen Politikerin jüdischer Herkunft, Rosa Luxemburg, benannt, die 1919 ermordet wurde. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung bewegt sich im Spektrum des demokratischen Sozialismus und sie steht der Partei DIE LINKE in Deutschland nahe. Sie hat sich dem Erbe von Rosa Luxemburg in seiner aktuellsten Bedeutung verpflichtet: Emanzipativ und kapitalismuskritisch, radikaldemokratisch und gegen jede Diktatur, solidarisch und anti-imperial. Politische Bildung, kritische Gesellschaftsanalyse, umfassende internationale Arbeit und Studienförderung sind ihre wichtigsten Arbeitsfelder.

Das Motto der Stiftung ist (im Geiste Rosa Luxemburgs): Freiheit ohne Gleichheit ist Ausbeutung, Gleichheit ohne Freiheit ist Unterdrückung. Solidarität ist die gemeinsame Wurzel von Freiheit und Gleichheit.

"Rosa Luxemburg goes Europe" war das Motto, unter das die Rosa Luxemburg Stiftung 2008 den Aufbau und Eröffnung ihres Büros in Brüssel stellte. Brüssel ist nicht nur das Zentrum der europäischen Politik, sondern auch ein wesentliches Zentrum der Weltpolitik und hier insbesondere der Nord-Süd-Politik. Brüssel ist auch der Sitz der NATO. Es gibt also viele Schnittlinien der Politik, die über Brüssel verlaufen und die vielleicht nicht alle auf den ersten Blick gut sichtbar sind. Diese unterschiedlichen Aktionsfelder bestimmen die strategische Ausrichtung unseres Brüsseler Büros.

Unsere zentralen Themen beziehen sich auf die innereuropäische wie auf die globale Entwicklung und hier insbesondere auf das Verhältnis zwischen Europa und den Weltregionen. Wir kritisieren die neoliberale Ausrichtung der Politik der Europäischen Union und setzen uns ein für einen Paradigmenwechsel in der europäischen und internationalen Politik. Wir sind der Ansicht, dass die globale Wirtschaftskrise die Chance bietet, die Zukunft und das Wohlergehen der Menschen auf unserem Planeten neu zu denken, die Teilaspekte der Krise aufeinander zu beziehen und die Verwirklichung der Idee einer ökologischen und sozial gerechten Weltgesellschaft auf die politische Agenda zu setzen. Wir arbeiten mit an alternativen Strategien der europäischen Integration, an Konzepten für Wirtschaftsdemokratie und gemeinschaftliche Daseinsvorsorge, an Ansätzen partizipativer und multikultureller Demokratie sowie an friedenspolitischen Projekten und wir nutzen die europäische Bühne für die Diskussion progressiver Ansätze linker Politik in den Weltregionen.

Zur Zeit unterhält das Büro Brüssel der Rosa-Luxemburg-Stiftung zwei Verbindungsbüros:

Griechenland / Athen (seit 2012)
Ziele unserer Griechenland-Arbeit sind, die dramatischen Auswirkungen neoliberaler Krisenpolitik auf die griechische Gesellschaft zu analysieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen sowie griechische Partner vor Ort in ihrer Bekämpfung gegen diese Politik zu unterstützen. Hierbei steht der Erfahrungsaustausch zwischen Deutschen und Griechen im Mittelpunkt. Kontakt: info.athens(at)rosalux(dot)org

Spanien / Madrid (seit 2016)
Das Verbindungsbüro Madrid analysiert die Auswirkungen neoliberaler Austeritätspolitik in Spanien und unterstützt lokale Bewegungen in ihren Kämpfen für soziale Rechte. Kontakt: vera.bartolome(at)rosalux(dot)org


Wir kooperieren mit den anderen Auslandsbüros (die Stiftung hat bis jetzt Büros in Sao Paolo, Mexiko-Stadt, Quito, New York, Johannesburg, Dakar, Dar Es Salaam, Peking, Hanoi, Neu Delhi, Tel Aviv, Ramallah, Warschau, Moskau, Belgrad, und Athen) und dem Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung, mit der linken europäischen Stiftung Transform, mit europäischen NGO’s, Gewerkschaften und globalisierungskritischen sozialen Bewegungen, mit der linken Fraktion GUE/NGL im Europaparlament sowie mit der europäischen Linkspartei. Wir arbeiten zusammen mit Intellektuellen, Think-Tanks sowie Praktikerinnen und Praktikern im politischen Feld.

Unsere Initiativen realisieren wir in Form von Seminaren, Konferenzen und Fachdebatten. Mit "Lectures" – Grundsatzreferaten – herausragender linker Intellektueller wollen wir nicht nur die Debatte der europäischen und internationalen Linken bereichern, sondern auch die Akteure in Brüssel mit analytischen und strategischen Positionen der Linken konfrontieren.