TUED in Europa: Grundlagen schaffen

Am 14. und 15. Juni 2017 hat das Netzwerk Gewerkschaften für Energiedemokratie (TUED) eine zweitägige Tagung von Gewerkschaften und engen Verbündeten der Energiedemokratie-Bewegung einberufen unter dem Titel Reclaiming Power: Der Kampf um die Energiezukunft Europas.

Teilnehmer*innen von 14 Gewerkschaften - sowie mehrere Verbündete aus sozialen Bewegungen, Universitäten, Stiftungen und Denkfabriken - kamen an der Workers University in Genf zusammen, um perspektivisch über den Aufbau eines "TUED Europa" zu diskutieren. Maßgebliche an der Vorbereitung beteiligt war Maité Llanos, ehemals CTA-Argentinien, derzeit ansässig in Genf und Mitglied des Global Labour Institute Netzwerks (GLI).

Die Teilnehmer*innen sprachen sich dafür aus, eine klare energiedemokratische Perspektive zu entwickeln, die auf einer Anti-Austeritäts-Politik gründet, auf einer Verteidigung der Arbeitnehmer*innenrechte, die auf eine Überwindung der aktuellen Probleme des neoliberalen Ansatzes im Bereich erneuerbare Energien abzielt, und die Alternativen zur marktbasierten Energiepolitik finden will. Die Teilnehmer*innen kamen auch überein, an der Entwicklung eines TUED-Rahmen-Dokument zu arbeiten, das die Hauptelemente eines europaspezifischen Ansatzes für öffentliche Eigentumsrechte, Energiewende und Klimaverpflichtungen artikulieren würde – mit dem Ziel das Wissen, die Analysen und vor allem die Debatte um diese entscheidenden Themen zu stärken und zu vertiefen.

Die Teilnehmer*innen begrüßten die Gelegenheit, über Energiedemokratie in Europa zu diskutieren, und ermutigten das globale TUED-Netzwerk, weiterhin Tagungen einzuberufen und Beiträge für die Debatte im Jahr 2018 bereitzustellen.

Ein weiteres wichtiges Element des Treffens war die Anwesenheit von Forscher*innen des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (ETUI) und der Forschungsabteilung von Public Services International (PSIRU). Sie lieferten evidenzbasierte Inputs für das Treffen. Soziale Akteure wie Via Campesina, das Transnationale Institut (TNI) und Schweizer Nichtregierungsorganisationen, die zu Divestment arbeiten, brachten ihren eigenen Ansätze für energiedemokratische Maßnahmen in die Debatte.

Die teilnehmenden Gewerkschafter*innen kamen aus ganz Europa und aus verschiedenen Sektoren; es waren Gewerkschaften vertreten aus: dem Baskenland, Kroatien, Frankreich, Galizien, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien. Regionale Gewerkschaftsorgane – die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) und die Europäische Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst (EPSU) – waren ebenfalls vertreten.

Bilder

Videos

Lyda Forero - Transnational Institute (6:55: min.)

Guillaume Durivaux - European Public Services Union (2:47 min.)

Maité Llanos - Trade Unions for Energy Democarcy, Europe (5:02 min.)

Romain Felli - University of Lausanne (5:08)

Valentina Hemmeler-Maiga - Uniterre, Via Campesina (5:14 min.)

Patrick Van Klink - FNV Climate Group (2:14 min.)

Sean Sweeney - Trade Unions for Energy Democracy (3:38 min.)

An dem Treffen waren folgende Organisationen vertreten:
CGIL, Italien
CGT, Frankreich
CIG, Galizien
City University New York, Murphy Institute
EL og IT Forbundet (Elektriker und IT-Gewerkschaft), Norwegen
Ethos Stiftung
Europäischer Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst (EPSU)
Europäisches Gewerkschaftsinstitut (ETUI)
Europäische Transportarbeiterföderation (ETF)
Eyath Wasser-Gewerkschaft, Griechenland
FNV Klimagruppe, Niederlande
FSU, Frankreich
Global Labour Institute (GLI)
GMB, Nordwesten und Irland
GMB, Großbritannien
Greener Jobs Alliance
IndustriALL
LAB Sindikatua, Baskenland
Multiwatch Basel
Novi Sindikat, Kroatien
NUMGE, Norwegen
Public and Commercial Services Union (PCS), Großbritannien
Public Services International (PSI)
Public Services International Research Unit (PSIRU)
Rosa-Luxemburg-Stiftung Brüssel, Belgien
Schweizer Klimaallianz
Transnational Institute, Niederlande
Transport Salaried Staff Association (TSSA), Großbritannien
UNIA, Schweiz
UNISON, Großbritannien
Unite, Großbritannien
Uniterre - Via Campesina
Universität von Glasgow
Universität von Lausanne