Netzwerktreffen für links-ökologische Politiker*innen

Für viele linke Parteien Europas sind ökologische Themen ein kontroverses oder vernachlässigtes Thema. Politiker_innen linker Parteien, die sich mit Umwelt- und Klimafragen beschäftigen sind oftmals Einzelkämpfer_innen in den eigenen Reihen. Die Gründe hierfür sind vielfältig, meist jedoch historisch zu erklären. Für die meisten linken Parteien liegt die politische Basis in der Arbeiterschaft, der Großteil davon in vor allem extraktivistischen Industriezweigen wie dem Kohlebergbau oder der Autoindustrie.

Auch innerhalb der europäischen Linksparteien sind die Positionen zu Atomkraft und Kohlenergie sehr unterschiedlich. Während zum Beispiel die deutsche Linkspartei in ihrer Basis einen breiten Konsens für den Atomausstieg hat, ist einer solcher Schritt für Frankreich in der Kommunistischen Partei in Frankreich bisher nicht mehrheitsfähig.

Dennoch gibt es in vielen europäischen linken Parteien Mandatsträger_innen, Gruppierungen und Mitglieder, die die Frage nach einer gerechten Energiewende sowie nach Umwelt- und Klimagerechtigkeit mit den traditionell etablierten Kämpfen linker Parteien verknüpfen und "grüne" Themen zum Inhalt ihrer Parteiarbeit machen. Ihnen bot der Pariser Gipfel die Gelegenheit für ein erstes europaweites Vernetzungstreffen links-ökologischer Politiker_innen. Die Veranstaltung für einen Austausch der anwesenden Politiker_innen gemeinsam mit Vertreter_innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie deren internationalen Partnerorganisationen war auf Anregung der Rosa-Luxemburg-Stiftung zustande gekommen.

Die Auftaktreden hielten Dagmar Enkelmann, Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Pierre Laurent, Vorsitzender der Kommunistischen Partei Frankreichs, sowie Wilfried Telkämper, Direktor des Zentrums für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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Mot de bienvenue par Pierre Laurent
Opening speech by Wilfried Telkämper