Europäischer Aktionstag bei Coca-Cola am 5. Mai 2014

Das Maß ist voll. Darüber waren sich die mehr als 50 Betriebsräte, Vertrauensleute und Vertreter von Gewerkschaften aus elf europäischen Ländern einig, die sich am 20. und 21. März 2014 in Madrid trafen, um sich über ihre Erfahrungen mit den Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen bei Coca-Cola in Europa auszutauschen.

Zu dieser Konferenz hatten EFFAT, die Europäische Gewerkschaftsföderation für Lebensmittel, Landwirtschaft und Tourismus, und die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Büro Brüssel, in die spanische Hauptstadt eingeladen.

Zu dieser Konferenz hatten EFFAT, die Europäische Gewerkschaftsföderation für Lebensmittel, Landwirtschaft und Tourismus, und die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Büro Brüssel, in die spanische Hauptstadt eingeladen. Zum sechsten Mal seit 2011 trafen sich mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Kolleginnen und Kollegen von Coca-Cola aus verschiedenen europäischen Ländern. Das Ziel dieser Treffen ist die Intensivierung der gewerkschaftlichen Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Die ersten Treffen in Frankfurt/Main, Brüssel und Rotterdam dienten vor allem dazu, sich besser kennenzulernen und Erfahrungen, Daten und Fakten zu den Arbeitsbedingungen bei Coca-Cola in den verschiedenen Ländern auszutauschen. Dabei wuchs mehr und mehr die Überzeugung, dass es an der Zeit ist sich gegen die Politik des Coca-Cola-Managements aktiv zur Wehr zu setzen.

Die Erfahrungen aus England, Spanien und Griechenland mit Massenentlassungen, Werkschließungen und Repressionen gegen aktive Gewerkschaftsmitglieder, sowie Erfahrungen mit Outsourcing insbesondere im Bereich der Logistik, mit immer mehr prekären Arbeitsverhältnissen und grenzenloser Flexibilisierung von Arbeit und Arbeitszeit bei Coca-Cola in ganz Europa führten auf der Konferenz in Antwerpen am 28. und 29. November 2013 zu dem Vorschlag, in möglichst vielen Coca-Cola-Standorten in Europa einen Aktionstag zu organisieren, um mit tausenden von Kolleginnen und Kollegen gegen die Coca-Cola-Politik zu protestieren und die Öffentlichkeit über die Zustände bei Coca-Cola in Europa zu informieren.

Die Kolleginnen und Kollegen sind nicht länger bereit, stillschweigend und widerstandslos hinzunehmen, dass die ehrgeizigen Ziele der weiteren Gewinnsteigerung bei Coca-Cola auf ihrem Rücken ausgetragen werden.

Deshalb verabschiedeten die Kolleginnen und Kollegen auf der Konferenz in Madrid am 20./21. März 2014 ein Manifest (pdf), in dem sie ihre Positionen darlegen, und sie verständigten sich auf fünf zentrale Forderungen, die dem Zentralmanagement von Coca-Cola präsentiert werden sollen. Und schließlich beschlossen die Kolleginnen und Kollegen einen europaweiten Aktionstag am 5. Mai 2014.