150 Jahre Internationale Arbeiter-Assoziation

Am 28. September 1864 wurde die Internationale Arbeiter-Assoziation, die Erste Internationale, in der St. Martin’s Hall in London gegründet, mit der Absicht, die Arbeiterbewegungen international zusammenzuschließen um das gemeinsame Ziel der Emanzipation der Arbeiterklasse zu verwirklichen. Zu diesem Zweck war ein repräsentatives Komitee der damaligen Arbeitergesellschaften zusammengekommen, das sich dem Schutz, dem Fortschritt und der vollständigen Emanzipation aller ArbeiterInnen verpflichtete.

Karl Marx hielt bei diesem ersten Treffen nicht nur eine seiner bekanntesten Reden, sondern verlas auch die provisorischen Statuten der Internationalen Arbeiter-Assoziation.

In seiner Gründungsrede betonte Marx, dass technischer Fortschritt und Internationalisierung des Handels unter falschen Rahmenbedingungen das weltweite Elend nicht beseitigen, sondern vielmehr die sozialen Gegensätze verschärfen.

Auch 150 Jahre später leiden Menschen weiterhin unter Ausbeutung, Ungleichheit und Unfreiheit. Was Marx damals schrieb, gilt auch heute. Es hat nichts an Wahrheit und Dringlichkeit verloren. In diesem Sinne sind die in diesem Film gelesen Statuten zu verstehen. Ökonomische Emanzipation muss nach wie vor von den Menschen selbst erkämpft werden; und dies bleibt eine internationale Aufgabe.

Der Film entstand in Kooperation mit GSARA asbl.

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